, Heinemann Sonja

Sie sind die Ehrenamtlichen des Jahres in der Gemeinde Hude

In rund 100 Organisationen engagieren sich Huder Bürger ehrenamtlich. Eine gute Handvoll sind jetzt im Forum der Peter-Ustinov-Schule für ihre besonderen Verdienste ausgezeichnet worden.

Hude - Wie hoch der Stellenwert des Ehrenamtes in der Gemeinde Hude angesehen wird, zeigte Bürgermeister Jörg Skatulla am Freitagabend im Forum der Peter-Ustinov-Schule bein Tag des Ehrenamts mit einem Rückblick auf 2001 auf. „Vor 25 Jahren ehrten wir schon neun PreisträgerInnen in den Sparten Besondere Verdienste, Jugend, Kultur, Landvolk, Natur, Rettungswesen, Schützen, Soziales und Sport. Nun hat auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier einen Ehrenamtstag ins Leben gerufen. Damit waren und sind wir hier in unserer Gemeinde schon ein Stück voraus und darauf sind wir auch stolz“, sagte Skatulla mit Blick auf den Ehrentag, der in diesem Jahr erstmalig am Geburtstag des Grundgesetzes, dem 23. Mai, begangen wurde.

Unterstützung erhielt Skatulla bei er 25. Auflage der Ehrung im vollbesetzten Forum durch Musiker, Entertainer und Moderator Arndt Baeck, der auch sein holländisches Alter Ego Rob Stender mitgebracht hatte. Gemeinsam rockten sie den Abend, fanden markige Sprüche und eine gute Musikauswahl. So wie den Wunschtitel von Jörg Skatulla, den Silbermond-Hit aus dem Jahr 2009 „Irgendwas bleibt“. Dort heißt es „Gib mir ein bisschen Sicherheit in einer Welt, in der nichts sicher scheint“. Skatulla dazu: „Die Sicherheit und den Halt, den es im Alltag in diesen unsicheren schnellen Zeiten braucht, wird durch euch, wird hier vor Ort durch das Ehrenamt gegeben.“ Mehr als 100 Vereine, Verbände und Organisationen sowie private Initiativen würden in Hude für Zusammenhalt sorgen.

In ihren Grußworten unterstrichen Unternehmer Helmut Urban, heutiger Sponsor und seit dem 16. Lebensjahr ehrenamtlich in der Feuerwehr aktiv, und Stefan Kemper, Filialleiter der LzO in Hude, wie breit das Ehrenamt das tägliche Leben durchziehe. Während die Feuerwehr zwischendurch zum Unwetter-Einsatz beordert wurde, unterhielt Rob Stender die Gäste des Festakts mit augenzwinkernd vorgetragenen Melodien und sorgte unter anderem mit Themen wie den Wohnwagen-Kolonnen der Niederländer für Lacher.

 

Preisträger aus 25 Jahren gewürdigt

Nach einigen eingangs vorgenommenen Spontanehrungen durch Stender und Skatulla stand Detmar Claußen stellvertretend für die neun Preisträger, die vor 25 Jahren geehrt worden waren, vor dem Publikum, das nicht mit Applaus sparte. Eine besondere Würdigung erhielten Norbert Lepthien (in Abwesenheit) und Ralf Rüdebusch: Sie standen sinnbildlich für noch weitere Personen im Blickpunkt, die an der alljährlichen Organisation und Umsetzung der Weihnachtsbeleuchtung in Hude-Süd beteiligt sind. Vorgeschlagen hatte Michael Thielemeyer die Ehrung.

 

Von Vereinsarbeit bis Naturschutz

Gewürdigt wunden schließlich vier Preisträger mit Begründung. Anja Gorath engagiert sich seit 1991 im Vorstand des Reit- und Fahrvereins Holle-Wüsting, davon mehr als 30 Jahre als Schriftführerin. Auch als herzliche Moderatorin der Vereinsveranstaltungen sei sie bekannt, hieß es in der Begründung. Vorgeschlagen hatten sie Elke und Birgit Siems, die auch den Preis für die an diesem Abend verhinderte Geehrte entgegennahmen.

Horst Tschörtner ist seit 45 Jahren bei den Aktionen zugunsten der Deutschen Krebshilfe in Wüsting helfende Hand und Ideengeber. „Mr. Jakkolo“ Horst Köster, der Tschörtner nominiert hatte, nahm das Präsent stellvertretend in Empfang, während Tschörtner per Telefon aus dem Urlaub zugeschaltet war.

HUGO, die Huder Jugendvertretung engagiert sich in herausragender Weise für die Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde Hude, organisiert viele Projekte und ist die starke Stimme der jungen Generation. Tanja Janßen hatte den Vorschlag eingereicht.

 

Weiteres Vorbild ist Helmut Brüggemann, vorgeschlagen von Tomma Renker und Frauke Gerdes-Röben. Seit 2022 steht Brüggemann an der Spitze des Nabu Hude und ist seitdem Wegbereiter für den Naturschutz in der Gemeinde. Ob Amphibienschutz, Erhalt der Feuerlöschteiche, die Zusammenarbeit mit NLWKN, der Unteren Naturschutzbehörde, dem Fischereiverein, dem Golfplatz Hude (Monitoring Gewässer) oder Öffentlichkeitsarbeit – überall habe Brüggemann vorbildliche Arbeit geleistet.